Problempunkte:
- Da der Punkt LOM Lehre verschwindend gering ist, spielt es finanziell für die Institute keine Rollen, welche Qualität ihre Lehre hat. Man kann sogar sagen, dass es sich für die Institute überhaupt nicht lohnt, gute Lehre zu machen. Statt dessen müssen/sollen sie ihre Zeit in die Forschung investieren.
- Im neuen Haushaltsplan werden die vorhanden Stellen nicht berücksichtigt. Dozenten, die sich auf die Lehre konzentrieren lohnen sich für die Institute nicht, statt dessen müssen Sie zusehen, dass sie möglichst viel Zeit und Personal in die Forschung investieren. Es wird daher in den nächsten Jahren zu Stellenabbau in vielen Instituten kommen, da sie sich nicht mehr alle Mitarbeiter leisten können, zumal ab 2012 der Kündigungsschutz für alle Mitarbeiter aufgehoben wird. Neue Professoren bekommen keinen Beamtenstatus mehr und es werden auch Professorenstellen, die auf 6 Jahre befristet sind vergeben.
- In der Vorklinik sind aktuell 2 von 5 Professoren Stellen in der Anatomie, 1 von 4 in der Biochemie und 2 von 5 in der Physiologie nicht besetzt. In der Physiologie wird außerdem die Stelle von Prof. Böhmer, der in 2 Jahren in Pension geht, danach ersatzlos gestrichen. Teilweise können sich die Institute finanziell eine Besetzung der offenen Stellen im Moment überhaupt nicht leisten.
- Die maximalen Gruppengrößen werden vom Wissenschaftlichen Vorstand festgelegt, von daher ist es kein Problem, diese falls nötig zu erhöhen
- Durch die Departmentstruktur mit Institutsdirektoren wird die demokratische Mitbestimmung sowohl der wissenschaftlichen Mitarbeiter als auch der Studenten in den Leitungskollegien der Institute abgeschafft.
- Durch den hohen Publikationsdruck auf die Institute wird ggf. der Wissenschaftsbetrug gefördert.
Forderungen:
- LOM Lehre muss ausgebaut werde. Gute Lehre muss belohnt werden. Man muss dafür objektive Kriterien über den Preis der Lehre hinaus finden. Evaluation, IMPP-Ergebnisse, …
- Die Entscheidungsbefugnisse des FBRs müssen definitiv geklärt und gefestigt werden.
- Die studentische Mitbestimmung in den Instituten muss weiterhin gewährleistet sein.
- Die Lehrstunden müssen in dem Umfang bezahlt werde, wie sie vom Fachbereich als notwendig und sinnvoll erachtet werden, auch wenn sie über das Minimum der AO hinausgehen.
- Der Gesamtetat für Forschung und Lehre ist zu gering.
- Die Zuständigkeiten zwischen Universität und Universitätsmedizin im Bereich der Vorklinik muss geklärt werden.

